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 Ein ereignisreicher Tag

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Corvus



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BeitragThema: Ein ereignisreicher Tag   Di Feb 03, 2015 8:15 pm

Auf einer kleinen Insel im North Blue...


Wütend stiefelte der 10-Jährige Junge durch den Wald.
Zuhause war wieder nur Stress, da seine Tante mit seinen Leistungen nicht zufrieden war.
Er wäre ein vollkommener Nichtsnutz, der genau wie sein Vater nur Blödsinn in der Birne hätte!
Nur leider hatte Corvus seinen Vater nie kennengelernt...Wie also sollte er wissen, ob dies der Wahrheit entsprach? Wind kam auf und fegte dem Jungen durch seine längeren, braunen Haare.
Dieser seufzte einmal und entschied sich, den Weg zum Strand einzuschlagen.
Er liebte das Meer. Strahlte es doch unbändige Macht und Ruhe aus.
Ja, einmal würde Corvus über die Meere segeln!
Weg von dieser Insel. Weg von seiner Tante...

Sein Kopf war voller trübseeliger, verfluchter Gedanken seiner Tante gegenüber. Er hasste sie.
Ja, sehr sogar! Aber mit seinen 10 Jahren würde er keine möglichkeit bekommen, dieser kleinen Hölle zu entfliehen. Oder etwa doch? Corvus bezweifelte dies.
"Warum nur ich? Womit habe ich das verdient?", murmelte er leise vor sich.
Er stand nun an der Klippe, von hier hatte er einen scheinbar endlosen Ausblick auf das Meer.
Dieses glitzerte sachte in der Sonne und Corvus hörte das Geschrei der Möwen.
Seine braunen Augen wanderten mit einem trüben Glitzern über die Schönheit des Meeres.
Sehnte sich nach Freiheit.
Denn diese bekam er bei seiner Tante nicht.

Er trat einen Schritt näher an die Klippe und der Wind wehte stärker. Corvus schluchzte einmal, wollte sich dann wieder abwenden, doch der Wind drehte sich. Erschrocken musste der Junge feststellen, dass er den Halt verlohr, der Wind riss ihn mit sich.
Sein Schrei blieb in seiner Kehle stecken, als er spürte, wie er fiel.
Immer tiefer -bis er aufprallte.
EIskalte Wassermassen schlugen in sein Gesicht und verzweifelt schnappte er nach Luft.
Doch schluckte er nur Wasser und egal wie sehr sich Corvus auch anstrengte, er schaffste es nicht, seinen Kopf über die Oberfläche zu halten. Panisch versuchte er kräftige Schwimmzüge zu tätigen -doch vergebends.
Das Wasser zog ihn runter, saugte sich in seine Sachen. Machten den Jungen schwer und seine Lunge schrie förmlich nach Sauerstoff. Corvus spürte, wie seine Kräfte ihn verließen, doch er konnte nichts tun.
Er fühlte sich schwach und hilflos. Würde er jetzt sterben? Ertrinken? In dem Mee, das er so liebte?
Was war nur los mit ihm? Er war einer der besten Schwimmer auf der Insel!
Er strampelte mit den Beinen, paddelte mit Armen, doch nichts half.
Sein Kopf fühlte an, als würde er platzen!
Die Geräusche wurden stumpf und die Wahrnehmung des Jungen wurde immer schwächer.
Corvus hatte Angst.
Das konnte nicht das Ende sein! Nein, nicht jetzt!
Aber seine Versuche waren umsonst. Klirrende kälte durchzog seinen kleinen Körper und die Schwärze der Bewusstlosigkeit suchte ihn heim...
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Ryu



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BeitragThema: Re: Ein ereignisreicher Tag   Mi Feb 04, 2015 1:07 pm

«Macht was ihr wollt» murmelte der rothaarige Kerl vor sich hin.
«Was für'n Vollidiot! Hoffentlich machen die' schnell! Ich hab' keine Zeit für das Ganze hier!»
Knurrend stapfte Ryu den Strand entlang, seine Füße knirschten im weißen Sand. Eigentlich war es ein ganz schönes und befreiendes Gefühl. Die Schuhe hatte er in die Hand genommen und schleppte sie auf seinem Spaziergang mit. Aber so schön der Spaziergang hier am Strand auch war, hatte er doch keine Zeit für sowas. Immerhin wollte er weiter trainieren. Aber sein Kapitän musste ja unbedingt in diesem Kaff halten! Die Vorräte hätten sicher noch bis zur nächsten Insel gereicht. Aber naja, Ryu hatte sich einfach von der Crew entfernt und einen Spaziergang angefangen. Sollten die doch die Vorräte auffüllen, konnte ihm auch egal sein. Solange sie dann rechtzeitig wieder ablegten.
Plötzlich wurde der Rothaarige aus seinen Gedanken gerissen, als er irgendetwas ins Meer stürzen sah. Er blickte nach oben, etwas war von der Klippe gefallen. Er strengte die Augen an und sah das vermeintliche Etwas im Wasser strampeln. Moment, es war kein irgendetwas. Es war ein irgendwer! Da war ein Mensch heruntergestürzt! Ryu beobachtete die Szene noch eine Weile, doch als er bemerkte, dass der Fremde schließlich unterging, wurde ihm klar, dass die Person nicht schwimmen konnte.
«Verdammt! Was macht der Kerl denn da?!» fluchte er laut.
Ryu überlegte kurz und schnappte sich dann ein etwas größeres Brett, dass am Strand herumlag. Dann warf er es ins Wasser, legte sich darauf und bewegte sich langsam auf den Fremden zu. Als der Rothaarige jedoch bei der Person ankam, war sie schon untergegangen. Fluchend streckte er den Arm aus und versuchte den Ertrinkenden aus dem Meer zu fischen. Doch der Fremde war offensichtlich schon zu tief gesunken.
«Verdammt, verdammt, verdammt!» kam er erneut fluchend und laut aus Ryus Kehle.
Dann legte er seinen langen Mantel ab, band ihn sich um die Füße und um das Brett. Im nächsten Moment stürzte sich der Kerl ins Wasser. Doch das was Ryu sah, beunruhigte ihn zutiefst. Ein kleiner Junge versank langsam in den Tiefen und eine große Seeschlange hatte wohl gefallen an ihm gefunden, denn die Bestie bewegte sich gefährlich schnell auf das Kind zu. Ryu schnappte den Jungen schnell am Arm und zog sich dann mit einem Arm an dem Mantel wieder hoch. Der Kleine wurde auf das Holzbrett befördert und Ryu setzte sich ebenfalls auf die Planke, dann band er seine Füße und das Holzstück los. Doch im nächsten Moment schoss die Seeschlange aus dem Wasser, erzürnt über den Verlust ihrer Mahlzeit, riss sie das Maul auf und wollte die beiden mit einem Mal verschlingen. Ryu starrte das Viech nur sauer an und um formte eine Schallsichel in seinen Händen, dann wartete er bis das Monster das Maul noch weiter aufriss und immer näher kam. Mit einem geschickten Wurf schleuderte der Rothaarige die rotierenden Sicheln in den Schlund der Seeschlange. Dieser Angriff zerfetzte der Schlange das Maul und vor Schmerz schrie diese auf, dann tauchte sie wieder in die Tiefen der Meere ab. Seufzend sah Ryu dem Viech nach, dann machte er sich daran, zurück zum Strand zu kommen. Dort angekommen lehnte er den kleinen Jungen an die kalte Wand der Klippe und setzte sich daneben. Offensichtlich war er nur bewusstlos, tot war er nicht. Es war also nur noch eine Frage der Zeit bis der Fremde aufwachte.
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Corvus



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BeitragThema: Re: Ein ereignisreicher Tag   Mi Feb 04, 2015 6:33 pm

Wir werden niemals, niemals untergeh'n
Wir werden alle Stürme übersteh'n
Wir werden uns're Heimat wiederseh'n
Wir werden niemals, niemals untergeh'n

Die Sehnsucht trägt uns hinaus
In der Ferne sind wir zuhaus

Doch wie stark die Winde auch weh'n
Wir werden niemals untergeh'n!

Eine klare Stimme hallte durch seinen Kopf. Er kannte dieses Lied...
Nur woher? ...doch. Corvus wusste ganz genau, woher er dieses Lied kannte.
Seine Mutter sang es immer, am Wiegenbett. Als er noch ganz klein war.
Wo sie noch lebte. Wo er nicht bei seiner Tante leben musste.
Sie war Seefahrerin gewesen. Doch ein Sturm brachte das Unglück und sie gingen unter.
Es entsprach nie dem Sinn ihres Lieblingsliedes, dennoch liebte Corvus diese Zeilen...
Nur dann erinnerte er sich an die schöne Stimme seiner Mutter.

Rief sie ihm zu sich? Ins nasse Grab der Seefahrer? Schmerzen füllten seinen Körper. Alles schrie nach Sauerstoff, doch er kam nicht. Ihm war kalt. Erbärmlich kalt...
Corvus hatte mit seinem Leben abgeschlossen. Wusste, dies wäre sein letzer Herzschlag.
Die Bewusstlosigkeit nahm ihn die Schmerzen.
Jedenfalls psychisch. Sein Körper verkrampfte sich, doch davon bekam der Junge nichts mehr mit.

Mit dem Salz auf unserer Haut
und dem Wind im Gesicht.
Fahren wir raus, weit in die Ferne,
wir fürchten uns nicht.
Bis ans Ende der Welt,
bis ans Ende der Zeit
Der Sonne stets entgegen,
in die Unendlichkeit.

Angst...Angst!?
Nein!
Corvus durfte keine Angst haben! Er liebte das Meer doch so sehr!
Die Stimme seiner Mutter wurde blasser, doch er verstand sie sehr gut.
Er wollte in die Ferne reisen, sich seiner Sehnsucht hingeben.
Der Sonne entgegen und in die Unendlichkeit!
Und die war nicht im Tod!
Nein, niemals!
Er musste kämpfen, durfte sich nicht seiner Schwäche hingeben.
Nicht den Schmerzen, nein!
Corvus musste aufwachen, kämpfen, nicht aufgeben!
Er wollte doch furchtlos das Meer bezwingen und nicht das Meer ihn!
Aufwachen...aus der Bewusstlosigkeit...

Prustend, Hustend und Wasser spuckend, kam der kleine Junge langsam, ganz langsam zu bewusstsein.
Sein ganzer Körper schmerzte ihn und seine Sicht war sehr verschwommen.
Alles in ihm dürstete nach Sauerstoff und Ruhe.
Corvus richtete sich unbewusst auf, fiel aber sofort auf die Seite.
Den Aufprall bemerkte der benomme Junge aber kaum.
Keuchend blieb er im Kies liegen und rang nach Luft.
Seine nassen Haare klebten im Gesicht und seine Kleider triefendnass an seinem Körper.
Unkontrolliert zitterte der Junge und die Tränen konnte er nicht zurückhalten.
War er doch vom Kopf gar nichtmal so weit, dass er dies spürte.
In seinem Mund war der Geschmack von Salz stark vertreten und noch immer spuckte er Wasser...
Aber er war wach. Nein, so schnell gab er nicht auf!
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Ryu



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BeitragThema: Re: Ein ereignisreicher Tag   Mi Feb 04, 2015 7:43 pm

Ryu verschränkte die Arme hinter dem Kopf und starrte in den hellblauen Himmel. Seine Kleidung war klatschnass und wenn er ehrlich war, wusste er nichtmal warum er dieses Rotzgör aus dem Meer gezogen hatte. Aber man konnte es ja auch so sehen: Wasser war eine große Schwäche seinerseits und mit dieser Aktion hatte er ein bisschen gelernt, damit umzugehen... Was für' ein bescheuerter Gedanke. Seufzend drehte er den Kopf zur Seite und sah zu dem Jungen. Das Kind schien Schmerzen zu haben. Verständlich. Ertrinken war nicht gerade angenehm. Plötzlich fing der Junge an hustend Wasser zu spucken, Ryu bewegte sich nicht. Er beobachtete ihn nur ausdruckslos, wie er sich versuchte aufzurichten und dann sofort auf die Seite fiel. Was für ein kleiner Trottel.
«Na? Sind wir endlich wach geworden?» meinte Ryu provokant an den kleinen Jungen gerichtet.
Mittlerweile zitterte und heulte das Kind und die Schmerzen waren offensichtlich auch noch nicht weg. Eigentlich war sich der Rothaarige nicht einmal sicher, ob das Kind ihn überhaupt hören konnte. Schließlich hatte der Kerl ja ziemlich viel Zeit im Wasser verbracht.
«Hör auf zu flennen! Das nervt' ja tierisch!» knurrte Ryu dann und warf seinen nassen Mantel auf das Kind.
Offensichtlich hatte man kein Verständnis oder Mitgefühl für den Fremden übrig.
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Corvus



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BeitragThema: Re: Ein ereignisreicher Tag   Mi Feb 04, 2015 8:38 pm

Noch immer lag Corvus keuchend im Sand.
Ihm war kalt, er hatte schmerzen und seine nassen Klamotten halfen nicht wirklich in der ganzen Situation.
Nach einiger Zeit konnte er sich aber soweit beruhigen, dass wenigstens das Atmen leichter ging.
Naja was heißt leichter? Seine Burst hob und senkte sich noch immer viel zu schnell und rasselte Stark.
Aber wenigstens klarten seine Gedanken wieder auf.
Der Wind hatte ihn von der Klippe gefegt, er war ins Wasser gefallen...und fast ertrunken.
Er konnte nicht mehr schwimmen...?
...aber Corvus war ein sehr guter Schwimmer!
Und...das hieße, jemand muss ihn gerettet haben.
Corvus hatte noch nicht gemerkt, dass er bitterlich am weinen war und wollte sich umsehen, warum er noch am Leben war, als eine Stimme an sein Ohr drang und kurz darauf alles schwarz um ihn wurde.
Zuerst bekam der Junge Panik, entsinnte sich aber, dass der Tod ihn hat gehen lassen und spürte sogleich den schweren, klammen Stoff auf seiner Haut. Er war nicht ganz so kalt, wie seine Kleider und unter Mühe krabbelte das Kind aus dem Stoffteil.
Er lugte aus dem Manter hervor und entdeckte einen Mann nicht weit von ihm entfernt sitzen.
Dieser schien sehr sauer zu sein, doch das drang noch nicht ganz in den Kopf des Jungen.
Vielmehr wickelte er sich in den Mantel ein und schluchzte kurz.
Erst jetzt bemerkte er, dass er am weinen war.
Etwas resigniert wischte er sich mit dem Handrücken die Tränen ab.
"D-d-danke!", brachte der Junge nur schwerfällig heraus. Seine Stimme war heiser und sein Hals krazte. Außerdem hatte er fürchterlichen Durst und schwindelig war ihm auch.
Trotzdem war sein Blick mittlerweile nicht mehr verschwommen, außer die Tränen. Diese verhinderten seine Sicht noch etwas. Auch das unkontrollierte Zittern ließ nach, nachdem er sich in den deutlich wärmeren Manter gerollt hatte. Auch wenn dieser fast so nass war, wie der Junge selbst.

Nun musterte Corvus den Mann. Er war ebenso nass wie Corvus, seine Kleidung und Haare klebten ihm am Körper und er sah sehr wütend aus. Die Neugier übermannte das Kind und so entschied er sich nachzufragen.
"H-hast du mich aus...aus dem Wa-wasser geholt...?"
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Ryu



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BeitragThema: Re: Ein ereignisreicher Tag   Mi Feb 04, 2015 8:57 pm

Ryu seufzte kurz, als das kleine Rotzgör ihm auch noch dankte und sich in seinen Mantel einwickelte. Der gute Pelzmantel. Wird sicherlich schwer den wieder trocken zu kriegen. Hoffentlich hatte sich das Fell nicht mit Wasser vollgesogen, ansonsten würde sich das Trocknen noch schwieriger gestalten. Langsam strich Ryu sich die roten Haare zurück. Bwah, alles war klatschnass. Irgendwie fühlte er sich, als sei er ein Schwamm vollgesogen mit Wasser. Wie nervig!
Als Ryu die Worte des kleinen Jungen hörte, schnaubte er kurz und verschränkte die Arme vor der Brust.
«Natürlich war ich das, du kleiner Scheißer!» knurrte er und schloss für einen Moment die Augen.
Dann öffnete er sie weiter und deutete mit einem Kopfnicken nach oben.
«Was war das eigentlich für eine Aktion, hä? Hätte nicht gedacht, dass kleine Kinder in deinem Alter sich schon von Klippen stürzen» fragte Ryu nach.
Wiedermal war seine Stimme provokant und angreifend. Aber der Rothaarige konnte sich auch bei Weitem nicht vorstellen, dass es normal war, wenn Kinder sich von Klippen stürzten.
«Wenn du sterben willst, kann ich dich gerne nochmal ins Wasser werfen.»
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Corvus



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BeitragThema: Re: Ein ereignisreicher Tag   Mo Feb 09, 2015 8:34 pm

Der Junge hatte seinen Körper langsam wieder unter KOntrolle.
Das Zittern war nicht mehr ganz so stark und auch die Atmung, die viel zu schnell war, verlangsamte sich wieder.
Die Tränen versiegten, doch der Schock war noch immer tief.
Corvus kannte es nicht, zu ertrinken. Dieses Gefühl, der völligen hilflosigkeit.
Er war ein guter Schwimmer. Warum auf einmal nicht mehr?
Fragen, auf die er wohl keine Antwort finden könnte.
Also galt seine Neugier dem Fremden. Rotes, nasses Haar, kalte Augen und eine vulgäre Sprache.
Scheinbar warf er gerne mit Schimpfwörter um sich, aber Corvus sah das nicht so eng. Seine Tante benutze Täglich viel schlimmere, die sie dem Kind an den Kopf warf. Also fühlte sich der braunhaarige Junge schon lange nicht mehr beleidigt.
"Dann muss ich dir wohl danken...", schniefte er und versuchte seinem Retter in die Augen zu sehen, die dieser allerdings geschlossen hatte.

Also setzte sich Corvus etwas aufrechter hin und zuckte kurz darauf unter dem hasserfüllten Blick des Älteren zusammen. Was das für eine Aktion war? Ja verdammt, dachte er etwa, Corvus hätte sich von der Klippe gestoßen? Entrüstet funkelte Corvus den Mann an.
"Das war doch nicht freiwillig! Der Wind hat sich gedreht und mich mit sich gerissen! Normalerweile hätte ich mich selber retten können, aber ich kann -warum auch immer- nicht mehr schwimmen!", warf er ihm an den Kopf. Seine Stimme war noch Schrill und bei weitem nicht ernst zu nehmen. Verdammtes Meerwasser!

Sein Mut verflog aber recht schnell wieder, als der Ältere provokant und gefährlich seine Morddrohung äußerte. Zwar war auch dies Corvus gewohnt, aber er wusste diesen Mann nicht einzuschätzen. Wie ein geschlagener Hund entglitten ihm die Gesichtszüge vor Angst und seine Augen weiteten sich.
Diese Erfahrung...das Ertrinken. Nein, das wollte Corvus nicht nocheinmal spüren!
Er warf sich in den Sand und wickelte sich komplett in den Mantel ein.
Frei nach dem Motto, wenn ich dich nicht mehr sehe, siehst auch du mich nicht mehr.
Sehr gedämpft konnte man ihn daraus noch hören und seine Stimme war nun heiser vor Angst.
"N-nein bitte nicht! Nicht ins Wasser werfen! Ich will nicht sterben!"
Wieder rannen Tränen über die Wangen des Kindes, die der Mann nur diesmal nicht sehen konnte.
Wahrscheinlich zum Glück von Corvus...
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Ryu



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BeitragThema: Re: Ein ereignisreicher Tag   Sa Feb 28, 2015 12:07 pm

Ryu grummelte irgendetwas vor sich hin, als das Rotzgör sich schon wieder bedankte. So außergewöhnlich war seine Tat jetzt auch nicht gewesen - in seinen Augen natürlich. Als der Rothaarige jedoch seine zweite Aussage getätigt hatte, schrie der kleine Junge plötzlich. Die Stimme des Kindes war schrill und klang heiser. Irgendwie machte das die ganze Aussage zunichte. Ryu grinste nur hämisch. Wie bescheuert! Wie sollte er den kleinen Scheißer denn jetzt noch ernst nehmen. Die abschließenden Worte des Piraten sorgten wohl für großes Entsetzen. Denn der kleine Junge sah nun eher aus wie ein geschlagener Hund und fing an sich unter seinem Mantel zu verstecken.
Erst einmal tat Ryu gar nichts. Er seufzte nur wieder entnervt und blickte zum Horizont. Dann gingen ihm ein paar Gedanken durch den Kopf. Es war nicht unbedingt ungewöhnlich, wenn kleine Kinder noch nicht schwimmen konnten. Aber so wie der Junge sich ausgedrückt hatte, konnte er es nicht mehr. Der Rothaarige blickte wieder zu dem Mantelhaufen unter dem sich das Rotzgör versteckte. Dann richtete er sich langsam auf. Er stiefelte auf sein durchnässtes Kleidungsstück zu und zog es ruckartig weg.
Wie zu erwarten war, heulte der kleine Dummkopf wieder. Was für ein Schwächling! Ryu packte ihn hinten am Schlafittchen und hob ihn an. Soweit, bis er sich auf Augenhöhe mit dem Scheißer befand.
«Hey, Dummkopf. Hast du in letzter Zeit irgendwelches komisches Obst zu dir genommen?» hakte der Rothaarige schließlich nach.
Die Frage war irgendwie total seltsam. Für Ryu ergab sie natürlich Sinn aber ob der kleine Junge wusste, was der Pirat mit 'komischen Obst' meinte?
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